Gratis Zmittag Unterschreiben
Petition an den Grossen Rat des Kantons Aargau

Die Schule ist gratis. Der Zmittag nicht.

Wir fordern gratis Zmittag an allen Aargauer Schulen: Volksschule, Mittelschulen und Berufsfachschulen. Und falls das nicht sofort geht, mindestens einen Zmittag für höchstens 5 bis 6 Franken.

Alle dürfen unterschreiben, auch unter 18. Geht ganz schnell.

Das Problem

Wer isst, bezahlt. Je nach Schule und Wohnort sehr unterschiedlich.

Der Unterricht an den öffentlichen Schulen im Aargau ist unentgeltlich, in der Volksschule gibt es sogar Lehrmittel und Schulmaterial gratis, damit Bildung nicht vom Portemonnaie der Eltern abhängt. Beim Mittagessen gilt das nicht, obwohl der Schultag oft bis in den Nachmittag dauert.

Kantonsschulen
8.50–16 Fr.

kostet ein Menü in der Kanti-Mensa, je nach Schule und Gericht. Vor acht Jahren waren es noch 8.00 bis 8.50 Franken.

Der Kanton subventioniert die Mahlzeiten an den Kantonsschulen nicht. Deshalb müssen die privaten Betreiberfirmen ihre Kosten und ihren Gewinn über den Menüpreis decken, bezahlt von den Schülerinnen und Schülern.

Quellen: Aargauer Zeitung, 22.01.2025; SRF, 29.09.2024

Volksschule
0 Fr.

zahlt der Kanton an Mittagstisch und Tagesstrukturen. Das ist Sache der Gemeinden: Die Eltern tragen die Kosten, die Wohngemeinde beteiligt sich je nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit.

Beispiel Kölliken: Die kurze Mittagsbetreuung inklusive Essen in der Tagesstruktur kostet 25 Franken pro Mittag, vor allfälligen Gemeindebeiträgen.

Quellen: Kinderbetreuungsgesetz AG, §§ 2 und 4; Kanton Aargau, Synthesebericht KiBeG 2023; Tarif Kita Cat Kölliken

Berufsfachschulen
Auch dabei

Die öffentlichen Berufsfachschulen werden im Aargau grösstenteils von Gemeinden oder Organisationen der Arbeitswelt geführt. Auch ihre Lernenden sollen an ihren Schultagen einen Gratis-Zmittag bekommen, damit keine Schulart aussen vor bleibt.

Quelle: Gesetz über die Berufs- und Weiterbildung AG, § 15

Chancengleichheit

Manche Familien können sich einen warmen Zmittag jeden Tag leisten, andere nicht. Wer ihn sich nicht leisten kann, weicht auf Mitgebrachtes, Take-away oder gar nichts aus. Wie beim Schulmaterial soll auch beim Mittagessen nicht sichtbar werden, wie viel Geld jemand zu Hause hat.

Gesundheit und Konzentration

Lange Schultage verlangen eine ausgewogene Mahlzeit über Mittag. Heute greifen viele Jugendliche über Mittag zu Sandwiches, Wurstweggen und Energydrinks (SRF am Beispiel des Bahnhofs Aarau, 29.09.2024). Ein Gratis-Zmittag an der Schule ist die einfachste Massnahme dagegen.

«Das klassische Mensakonzept funktioniert nicht mehr überall»Bildungsdepartement des Kantons Aargau, zitiert von SRF (29.09.2024). Mehrere Aargauer Kantonsschulen hatten Mühe, eine Betreiberfirma für ihre Mensa zu finden. Ein Gratis-Zmittag würde die Auslastung erhöhen.

Unsere Forderung

Gratis Zmittag an allen Aargauer Schulen!

Die Petition ersucht den Grossen Rat des Kantons Aargau:

  1. Kostenloses Mittagessen an allen öffentlichen Schulen

    Alle Schülerinnen und Schüler erhalten an Schultagen ein ausgewogenes Mittagessen gratis: in der Volksschule (Mittagstisch, Tagesstrukturen, Tagesschulen), an den Mittelschulen (Mensa) und an den Berufsfachschulen (Mensa oder gleichwertige Lösung).

  2. Finanzierung durch den Kanton

    Der Kanton trägt die Kosten an den Mittelschulen und unterstützt Gemeinden und Berufsfachschulen, damit der Gratis-Zmittag nicht von der Finanzkraft der einzelnen Gemeinde abhängt.

  3. Mindestens: höchstens 5 bis 6 Franken pro Zmittag

    Ist gratis nicht sofort umsetzbar, kostet ein ausgewogener Zmittag an allen öffentlichen Schulen höchstens 5 bis 6 Franken. Für Kinder und Jugendliche aus Familien mit geringem Einkommen bleibt er kostenlos. Vorbild: Stadt Zürich, Tagesschulen: 6 Franken pro Mittag.

  4. Schrittweise Umsetzung möglich

    Zum Beispiel mit Pilotversuchen oder stufenweise nach Schulart, aber mit verbindlichem Zeitplan.

  5. Mitsprache

    Schülerorganisationen, Lernende, Eltern und Gemeinden werden bei der Ausarbeitung einbezogen.

Andere machen es vor

Gratis oder günstig geht. Das zeigen andere.

Stadt Zürich 6 Fr.

In den Tagesschulen kostet ein gebundener Mittag 6 Franken, bei tiefem Einkommen 4.50 Franken, in Härtefällen wird er erlassen. Beschlossen an der Urne am 25.09.2022 mit 80,8 % Ja.

Quelle: Stadt Zürich, Tagesschule 2025

Kanton Luzern 500'000 Fr./Jahr

Luzern subventioniert die Mahlzeiten an seinen Kantonsschulen mit jährlich 500'000 Franken. In Solothurn und Zürich stellen die Schulen Küche und Gastraum gratis zur Verfügung und legen dafür die Menüpreise fest.

Quelle: SRF, 29.09.2024

Finnland seit 1948

Alle Kinder und Jugendlichen von der Vorschule bis zur Sekundarstufe II erhalten an jedem Schultag ein kostenloses, ausgewogenes Mittagessen.

Quelle: Finnisches Bildungsministerium (OKM)

Kanton Genf 2025

Der Grosse Rat hat am 23. Mai 2025 einstimmig ein Gesetz verabschiedet, das allen Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I ein ausgewogenes Mittagessen zu reduziertem Preis garantiert.

Quelle: Loi 13511

Schweden Gesetz

Das Schulgesetz schreibt vor, dass Schülerinnen und Schüler der obligatorischen Schule kostenlos nahrhafte Schulmahlzeiten erhalten.

Quelle: Skollag 2010:800, 10. Kap. § 10

Tessin max. 5 Fr.

Schülerinnen und Schüler fordern mit einer Petition eine Obergrenze von 5 Franken pro Menü in den kantonalen Schulmensen.

Quelle: SISA, 2025

Wer darf unterschreiben?

Alle. Auch unter 18.

Jede und jeder darf unterschreiben, auch unter 18. Das Petitionsrecht steht allen Personen zu, unabhängig von Alter, Wohnort oder Nationalität (Art. 33 Bundesverfassung; § 19 Kantonsverfassung Aargau).

Besonders wichtig sind Stimmen aus dem Aargau:

  • Schülerinnen und Schüler, Lernende
  • Eltern und Grosseltern
  • Lehrpersonen und alle, denen Chancengleichheit wichtig ist

Fragen und Antworten

FAQ

Im Link steht «Kantonsschulen». Gilt die Petition trotzdem für alle Schulen?

Ja. Die Webadresse enthält noch den ursprünglichen Titel, die Petition gilt aber für alle öffentlichen Schulen im Aargau: Volksschule, Mittelschulen und Berufsfachschulen.

Wer darf unterschreiben?

Alle, auch Personen unter 18, ohne Stimmrecht oder mit Wohnsitz ausserhalb des Aargaus. Das Petitionsrecht steht allen Personen zu (Art. 33 BV; § 19 KV AG). Es gibt kein Unterschriften-Minimum.

Was passiert mit den Unterschriften?

Die gesammelten Unterschriften werden beim Parlamentsdienst des Grossen Rates in Aarau eingereicht. Eine Kommission des Grossen Rates klärt die Petition ab, kann die Petenten anhören und stellt Bericht und Antrag. Die Stellungnahme des Rates wird mitgeteilt (Geschäftsordnung des Grossen Rates, §§ 85–86).

Was muss ich beim Unterschreiben angeben?

Die Petition läuft über die Plattform act.campax.org. Dort gibst du Vor- und Nachname, Postleitzahl und E-Mail-Adresse an. Für die Übergabe an den Grossen Rat wird eine Liste mit Name und PLZ ausgedruckt.

Diese Website selbst sammelt keine Daten: keine Cookies, keine Tracker, keine Formulare.

Warum mindestens 5 bis 6 Franken?

Die Eventualforderung orientiert sich an bestehenden Beispielen: In den Tagesschulen der Stadt Zürich kostet ein Mittag 6 Franken, im Tessin fordern Schülerinnen und Schüler eine Obergrenze von 5 Franken. Im Aargau kostet ein Menü in der Kanti-Mensa heute 8.50 bis 16 Franken. Ein Höchstpreis von 5 bis 6 Franken wäre ein klarer erster Schritt.

Was würde das kosten?

Eine belegte Kostenschätzung gibt es noch nicht, und wir setzen keine Zahl ein, solange sie nicht belegt ist. Die Petition lässt ausdrücklich eine schrittweise Umsetzung zu, etwa mit Pilotversuchen oder stufenweise nach Schulart. Als Vergleich: Luzern unterstützt seine Kanti-Mensen mit 500'000 Franken pro Jahr (SRF, 29.09.2024).

Gibt es dafür überhaupt eine gesetzliche Grundlage?

Ein Ausgangspunkt existiert bereits: § 13 des Aargauer Mittelschulgesetzes sagt: «Der Kanton kann eine kostengünstige Verpflegung an den Mittelschulen ermöglichen». Wo nötig, soll der Grosse Rat die Gesetze anpassen.

Wie kann ich sonst noch helfen?

Teile die Petition in deinen Klassen-, Familien- und Vereinschats, häng das Plakat auf (mit Erlaubnis) und nutze die Bilder unten für deinen Status oder deine Story.

Weitersagen

Jede Unterschrift zählt. Jedes Teilen auch.

Schick die Petition in deinen Klassenchat, an deine Familie und an deine Freundinnen und Freunde.

Belege

Quellen

  1. Aargauer Zeitung, «Alles Wurst? Das steht auf den Menüplänen der Kantonsschulen im Aargau», 22.01.2025: aargauerzeitung.ch
  2. SRF, «Laufen der Mensa die Schülerinnen und Schüler davon?», 29.09.2024: srf.ch
  3. Volksschulgesetz Aargau (SAR 421.100), §§ 33, 64, 77: gesetzessammlungen.ag.ch
  4. Mittelschulgesetz Aargau (SAR 423.100), §§ 13, 29: gesetzessammlungen.ag.ch
  5. Kinderbetreuungsgesetz Aargau (SAR 815.300), §§ 2, 4: Gesetzestext (PDF)
  6. Kanton Aargau, Synthesebericht zur Umsetzung des KiBeG 2023: ag.ch (PDF)
  7. Kanton Aargau, BKS, «Blockzeiten & Betreuung»: ag.ch
  8. Tagesstruktur Kölliken (Kita Cat), Tarife: kitacat.ch
  9. Gesetz über die Berufs- und Weiterbildung (SAR 422.200), § 15: lexfind.ch
  10. Geschäftsordnung des Grossen Rates (SAR 152.210), §§ 85–86; Bundesverfassung Art. 33; Kantonsverfassung Aargau § 19
  11. Stadt Zürich, Tagesschule 2025 / Abstimmung vom 25.09.2022: stadt-zuerich.ch
  12. Kanton Genf, Loi 13511 vom 23.05.2025: ge.ch (PDF)
  13. Finnland, Ministry of Education and Culture, «School meals in Finland»: okm.fi
  14. Schweden, Skolverket, «Avgifter» / Skollag (2010:800) 10 kap. 10 §: skolverket.se
  15. SISA (Tessin), Petition «Basta tagli alle mescite scolastiche!»: sisa-info.ch

Die Schule ist gratis. Der Zmittag soll es auch sein.

Unterschreib jetzt die Petition an den Grossen Rat und schick sie weiter.

Jetzt unterschreiben
Jetzt unterschreiben
Kopiert!